Beschreibung der Rasse und Geschichte der Herkunft
Eine einzigartige Hunderasse, die in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts in Deutschland entstand. Sie wurde durch die Kreuzung von Chow Chow, Wolfsspitz und später Samojeden gezüchtet. Das Ziel der Züchter war es, einen Begleithund zu züchten, der die Ruhe und Gelassenheit, die Schönheit der nordischen Rassen und die Hingabe an die Familie vereint. Die Rasse wurde 1973 von der FCI offiziell anerkannt. Der Eurasier ist ein mittelgroßer Hund mit einem harmonischen Körperbau, dichtem, doppeltem Fell und einem typischen „flauschigen“ Aussehen, das sofort an nordische Rassen erinnert. Sie haben einen keilförmigen Kopf, ausdrucksstarke dunkle Augen und mittelgroße, aufrechte Ohren. Der Schwanz ist normalerweise zurückgerollt. Das Gewicht eines erwachsenen Eurasiers liegt bei 18-32 kg, die Widerristhöhe bei 48-60 cm. Diese Rasse ist für ihre Farbvielfalt bekannt, die von Schwarz und Grau bis hin zu Rot, Creme oder Zonal reicht, mit Ausnahme von Weiß und Leber.
Pflege und Betreuung von Eurasier
Das größte Merkmal dieser Rasse ist ihr dichtes, doppeltes Fell, das aus einer weichen Unterwolle und einem steifen Deckhaar besteht. Diese Eigenschaft erfordert eine regelmäßige und richtige Pflege. Eurasier brauchen keinen professionellen Haarschnitt wie Zierrassen, aber ihr Fell muss mindestens zwei- bis dreimal pro Woche gründlich gekämmt werden, und während der Fellwechselperiode sogar täglich. Während des saisonalen Fellwechsels (in der Regel zweimal im Jahr) kann ein Hund buchstäblich große Mengen an Unterwolle „abwerfen“, die sich ohne regelmäßige Pflege zu einem schwer auszukämmenden Knäuel zusammenballen. Es werden verschiedene Kämme mit Zinken, Slickers und Furminators verwendet, aber es ist wichtig, es nicht zu übertreiben, um die Haare am Schaft, die vor Kälte und Feuchtigkeit schützen, nicht zu beschädigen.
Gebadet werden sollte der Eurasier nur selten – nur bei starker Verschmutzung oder mehrmals im Jahr, denn das Fell hat die Eigenschaft, sich selbst zu reinigen. Verwende nur spezielle Shampoos für Hunde mit dickem Haar und trockne die Unterwolle nach dem Baden gründlich mit einem Fön, da sonst Hautprobleme auftreten können. Besonderes Augenmerk sollte auf die Pfoten und Ohren gelegt werden: Schmutz und Schnee können sich zwischen den Zehen ansammeln, und die Ohren müssen regelmäßig kontrolliert werden, um Entzündungen zu vermeiden. Eurasier neigen nicht zu stechendem „Hundegeruch“, daher bezieht sich ihre Pflege hauptsächlich auf das Fell.
In einem professionellen Pflegesalon für Eurasier wird empfohlen, komplexe Kämmprozeduren mit speziellen Produkten zum Entwirren des Fells durchzuführen, um seinen natürlichen Glanz und seine Dichte zu erhalten. Es ist wichtig, dass der Hundefriseur die Eigenschaften der Rasse kennt: Von maschinellen Haarschnitten wird dringend abgeraten, da sie die Struktur des Fells beschädigen und zu ungleichmäßigem Wachstum führen können. Stattdessen liegt das Hauptaugenmerk auf der richtigen Pflege, dem Sauberhalten und regelmäßigen Auskämmen des Fells.


Der Charakter und das Verhalten der Eurasier
Eurasier haben einen ausgeglichenen, ruhigen und gleichzeitig loyalen Charakter. Sie sind typische Begleithunde, die sehr an ihrer Familie hängen und nicht gerne allein sind. Sie sind nicht allzu energiegeladen, lieben aber Spaziergänge im Freien, besonders in der kalten Jahreszeit. Aufgrund ihrer Abstammung vom Wolfspitz und Chow Chow sind sie Fremden gegenüber misstrauisch, aber nicht aggressiv – sie sind eher zurückhaltend und vorsichtig als wütend. Sie gehen gut mit Kindern um, vertragen aber keine grobe Behandlung. Diese Hunde sind perfekt für Familien, die Ruhe, Schönheit und Treue zu schätzen wissen. Es sollte bedacht werden, dass der Eurasier nicht für ein Leben im Gehege geeignet ist – er braucht ständigen Kontakt zu Menschen, sonst kann er sich zurückziehen.



