Katzen schlafen: wie viel und wie sie schlafen
Katzen sind für ihre Liebe zum Schlaf bekannt. Im Durchschnitt verbringt eine erwachsene Katze 12 bis 16 Stunden am Tag mit Dösen, manche sogar bis zu 20. Das liegt an ihrer Raubtiernatur: In freier Wildbahn ruhen Großkatzen die meiste Zeit des Tages, um Energie für die Jagd zu sammeln. Haustiere haben sich dieselben Instinkte bewahrt, auch wenn sich ihre „Beute“ jetzt auf einen Napf mit Futter beschränkt.
Der Schlaf von Katzen besteht aus mehreren Phasen. Zuerst treten sie in den Slow-Wave-Schlaf ein, in dem der Körper maximal entspannt ist, die Atmung gleichmäßig ist und das Bewusstsein in tiefe Ruhe versinkt. Dann folgt die REM-Phase (Rapid Eye Movements) – in dieser Phase kann die Katze ihre Pfoten bewegen, mit den Schnurrhaaren zucken, mit dem Schwanz zucken oder sogar Laute von sich geben. Diese Phase steht in direktem Zusammenhang mit dem Auftreten von Träumen. Wenn du also siehst, wie dein Pferdeschwanz im Schlaf etwas „jagt“ oder leicht miaut, träumt er mit ziemlicher Sicherheit.

Beweise, dass Katzen Träume haben
Die Wissenschaft hat eine interessante Bestätigung. Jahrhundert führten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Experimente an Katzen durch, indem sie Elektroden an ihre Gehirne anschlossen, um die Aktivität während des Schlafs zu überwachen. Die Ergebnisse waren ähnlich wie bei Menschen: In der REM-Phase arbeiten die Gehirne der Katzen genauso intensiv wie im Wachzustand. Das bedeutet, dass sie in diesem Moment Bilder, Emotionen und Handlungsabläufe – also Träume – bilden.
Außerdem werden diese Schlussfolgerungen durch Beobachtungen des Katzenverhaltens nur noch verstärkt. Man kann oft sehen, wie eine Katze im Schlaf „rennt“ und ihre Pfoten bewegt, als würde sie jemanden jagen. Manche schnurren, als ob sie etwas Angenehmes erleben, während andere plötzlich zusammenzucken, als ob sie etwas Beunruhigendes erleben. Das ist ein typisches Muster für Träume: von angenehmen Momenten bis hin zu stressigen Ereignissen.
Ähnliche Studien an Ratten haben gezeigt, dass ihre Gehirne nach der Ausführung von Aufgaben während des Tages die gleichen „Landkarten“ von Handlungen im Schlaf reproduzieren. Bei Katzen ist es die gleiche Situation. Das heißt, wenn sie tagsüber eine Spielzeugmaus gejagt haben, kann das Gehirn diese Szenen nachts wieder „abspielen“.
Wovon Katzen träumen können und warum das wichtig ist
Den Inhalt der Träume von Katzen können wir natürlich nicht genau wissen, aber Wissenschaftler und Verhaltensbeobachtungen erlauben uns, Vermutungen anzustellen. Am häufigsten träumen Katzen von Szenen, die mit ihren natürlichen Instinkten zu tun haben: Jagen, Laufen, Springen. Deshalb bewegen sie manchmal ihre Pfoten oder Schnurrhaare, als ob sie Beute jagen würden.
Katzenträume können aber auch Szenen aus ihrem Alltag enthalten. Das ist die Interaktion mit dem Besitzer, das Spielen mit einem Lieblingsspielzeug, angenehme Gefühle beim Streicheln oder Fressen. Die Katze ist in der Lage, im Traum die Momente „nachzuerleben“, die für sie tagsüber besonders hell waren. Es besteht die Möglichkeit, dass auch negative Eindrücke in einem Traum auftauchen: ein Konflikt mit einem anderen Tier, ein ungewohnter Geruch oder ein lautes Geräusch.
Warum das wichtig ist. Der Schlaf, insbesondere die REM-Phase, spielt eine große Rolle für die geistige Gesundheit einer Katze. Er hilft dem Gehirn, Informationen zu verarbeiten, neue Erfahrungen zu verarbeiten und Stress abzubauen. Bei Katzenjungen ist ein guter Schlaf besonders wichtig für die Entwicklung des Nervensystems. Wenn eine Katze nicht regelmäßig genug Schlaf bekommt oder ihr Schlaf häufig unterbrochen wird, kann sie reizbar, ängstlich oder sogar krank werden.
Daher ist es die Aufgabe des Besitzers, für einen ruhigen Platz zum Ausruhen zu sorgen. Ein warmes Bett in einer ruhigen Ecke, die Abwesenheit von unnötigem Lärm und Stress – das ist die Garantie dafür, dass dein Haustier einen erholsamen Schlaf und angenehme Träume haben wird.
Fazit
Ja, Katzen träumen. Wissenschaftliche Studien und Beobachtungen beweisen das eindeutig. Ihre Gehirne sind in der REM-Phase genauso aktiv wie die von Menschen und geben Bilder und Gefühle wieder. In diesen Träumen erleben Katzen kleine Abenteuer: Sie jagen, spielen und interagieren mit ihrem Besitzer. Und für uns Menschen ist es schön, sich vorzustellen, dass unser Tail nicht nur die meiste Zeit des Tages schläft, sondern auch in seiner eigenen Traumwelt unterwegs ist.

