Die Jonangi-Rasse hat einen uralten Ursprung und wird nicht mit Tibet in Verbindung gebracht, wie manchmal fälschlicherweise angenommen wird, sondern mit Südostindien, insbesondere mit dem Bundesstaat Andhra Pradesh. Hier werden diese Hunde seit langem als Wächter, Entenhirten und Begleiter der lokalen Bevölkerung eingesetzt. Einst waren Jonangs in Fischerdörfern weit verbreitet und galten als unentbehrliche Helfer – ruhig, intelligent und widerstandsfähig.
Der Hund hat extrem kurzes, fast unsichtbares Haar oder sogar kahle Haut. Das macht ihn optisch einzigartig unter anderen Rassen. Sein Körper ist harmonisch, muskulös und seine Pfoten sind gut entwickelt. Die Ohren sind aufrecht oder halb aufgerichtet, die Schnauze ist länglich, und die Augen sind aufmerksam und intelligent. Die Farbe kann von cremefarben und grau bis dunkel oder sogar gesprenkelt variieren. Ein ungewöhnliches Merkmal ist, dass sie nicht bellen, sondern spezielle Laute von sich geben, die dem Jodeln ähneln.
Die Rasse wird offiziell nicht in Unterarten eingeteilt, aber je nach Wachstumsbedingungen unterscheiden sich Exemplare aus ländlichen Gebieten und Zuchtgebieten: Erstere haben einen massiveren Körper, letztere sind schlanker.
Durchschnittliche Merkmale:
Höhe am Widerrist: 45-53 cm
Gewicht: 12-21 kg
Lebenserwartung: 12-14 Jahre bei guter Pflege
Die Rasse ist nicht von der FCI anerkannt, was sie noch geheimnisvoller und seltener macht.
Charakter und Besonderheiten bei der Pflege
Jonangs sind intelligente, stille und aufmerksame Hunde mit einer unabhängigen Persönlichkeit. Sie sind nicht wählerisch und brauchen nicht ständig Aufmerksamkeit, aber sie hängen sehr an ihren Besitzern. Sie zeichnen sich durch ruhige Wachsamkeit aus: Diese Hunde werden das Haus nie mit lautem Bellen bewachen, aber sie reagieren schnell auf Veränderungen in der Umgebung und beobachten alles um sie herum genau. Sie kommen gut mit Kindern aus und sind nicht aggressiv, aber sie lassen nur ungern Fremde ins Haus.
Die Rasse ist anspruchslos in ihrer Pflege. Jonangs kommen gut mit Hitze zurecht, brauchen aber aufgrund ihrer fehlenden Haare Schutz vor Kälte und direkter Sonneneinstrahlung. Man sollte sie nicht über längere Zeit ungeschützt in der Sonne lassen, da ihre Haut empfindlich auf Verbrennungen reagiert. Die Spaziergänge sollten moderat, aber regelmäßig sein: Diese Hunde brauchen körperliche Aktivität, sonst langweilen sie sich oder werden apathisch.
Pflege von Jonangs
Aufgrund ihres extrem kurzen oder fehlenden Fells brauchen diese Hunde keine Pflege im üblichen Sinne. Aber die Hautpflege ist der Schlüssel für die Gesundheit des Jonangs. Es ist notwendig, die Haut regelmäßig mit speziellen Cremes oder Sprays ohne Alkohol zu befeuchten und die Hautfalten sauber zu halten – besonders nach aktiven Spaziergängen.
Der Hund sollte selten gebadet werden – einmal alle 1 bis 2 Monate oder nach starker Verschmutzung, wobei sanfte Shampoos für empfindliche Haut verwendet werden sollten. In der kalten Jahreszeit solltest du dem Hund einen Pullover oder einen leichten Overall anziehen. Da er kein Fell hat, sollten im Sommer Spaziergänge während der heißesten Stunden vermieden werden.
Jonangs müssen nicht gestriegelt oder getrimmt werden, aber die regelmäßige Reinigung von Ohren, Zähnen und Nägeln ist trotzdem ein Muss – wie bei allen Rassen.
Fazit.
Diese äußerst seltene und authentische indische Rasse überrascht durch ihr Aussehen, ihre Ruhe und ihre Intelligenz. Wer sich mit ihr verbunden fühlt, bekommt einen unglaublich ruhigen, intelligenten und treuen Freund. Sie brauchen keine Pflege, bellen nicht und verlangen nicht nach übermäßiger Aufmerksamkeit – aber genau das macht sie so toll. Jonang ist ein Minimum an Aufregung und ein Maximum an Harmonie.