Der Mops ist eine Rasse, die den Anschein von Einfachheit erweckt: klein, kurzhaarig, kein Flaum, kein Pony. Es scheint, als ob sich die Pflege des Mopses auf „kratzen, waschen und lieben“ beschränkt. Aber wenn Sie ein Mops-Besitzer sind, wissen Sie, dass das ganz und gar nicht so ist. Unter der glatten Haut verbirgt sich ein sensibles System, das keine kosmetische, sondern eine physisch notwendige Pflege benötigt. Warum braucht ein Mops also eigentlich regelmäßige professionelle Pflege?
Die Falten eines Mopses bestehen nicht aus Haaren, und in ihnen befinden sich die größten Risiken
Die größte „Problemzone“ des Mopses ist nicht das Fell, sondern die Haut. Genauer gesagt, die Hautfalten, die diese Rasse an der Schnauze, um die Augen, den Hals, die Leistengegend und den Schwanz hat. Diese Bereiche sind darauf ausgelegt, Feuchtigkeit, Bakterien und Schmutz zu speichern – und ohne regelmäßige Pflege werden sie schnell zu einer Brutstätte für Entzündungen.
Ein Mops wird Ihnen nicht sagen, dass er zwischen den Falten brennt. Aber Sie werden Rötungen, Wunden, Juckreiz oder diesen „Mopsgeruch“ sehen, den kein Deodorant überdecken kann.
Bei der Pflege werden diese Bereiche behandelt: sanft gereinigt, getrocknet oder mit Feuchtigkeit versorgt, je nach Zustand der Haut. All dies wird mit professionellen Produkten durchgeführt – nicht mit Alkohol, nicht mit Waschseife und schon gar nicht mit Feuchttüchern. Diese Behandlung beugt Dermatitis, Pilzen und der Bildung von Wunden vor, die Möpse sehr schlecht vertragen, da sie wegen der Falten ständig gerieben werden.
Das kurze Fell eines Mopses fällt 365 Tage im Jahr ab
Möpse sind eine der wenigen kurzhaarigen Rassen, die sich ständig häuten, täglich, saisonal, nonstop. Gleichzeitig ist ihr Fell kurz, steif und sticht buchstäblich in Kleidung, Möbel und sogar in die Haut. Regelmäßiges Baden löst dieses Problem nicht. Ein tiefes Kämmen während der Fellpflege mit speziellen Werkzeugen (z.B. Gummimassagebürsten oder Fellminatoren mit dem richtigen Aufsatz) ist erforderlich.
Ein richtig ausgekämmter Mops hat 80 % weniger „Post-Mops“-Rückstände auf Ihren Jeans und Plaids. Aber es ist wichtig: Das Kämmen sollte behutsam erfolgen, da Möpse eine sehr empfindliche Haut haben, die zu Mikroverletzungen neigt. Daher ist es besser, eine solche Prozedur denjenigen anzuvertrauen, die wissen, wo man drücken muss und wo nicht.
Die Hygiene von Augen, Ohren, Analdrüsen und Pfoten ist kein „optionales Extra“, sondern eine Pflichtübung
Der Mops hat eine besondere Kopfform: große, offene Augen, die dicht an der Haut anliegen, und eine hervorstehende Schnauze. Aus diesem Grund sind die Augen oft undicht und die Tränenwege werden zu einem feuchten Risikobereich für Irritationen. Bei der Pflege werden diese Bereiche mit sicheren Produkten behandelt, die Entzündungen lindern und die Haut nicht austrocknen.
Mopsohren haben eine dichte Struktur. Daher sammeln sich in ihnen schnell Wachs, Staub und Feuchtigkeit an, insbesondere nach Spaziergängen oder Bädern. Ungereinigte Ohren sind eine der häufigsten Ursachen für schlechten Geruch und Entzündungen, die sich zu einer Ohrenentzündung entwickeln können.
Möpse haben auch oft Probleme mit ihren para-analen Drüsen, die sich ohne Reinigung entzünden und Druck, Schmerzen oder sogar Vereiterung verursachen können. Dies ist ein heikler Eingriff, der nur von geschulten Fachleuten durchgeführt wird. Außerdem werden Möpsen häufig die Haare zwischen den Pfotenballen abgeschnitten, da diese mit Schmutz verkleben und auf dem Boden herumrutschen, was zu einem Sturzrisiko führt.
Fazit
Der Mops ist ein zartes, sensibles Geschöpf, das sich einfach nicht anmerken lässt, dass es sich unwohl fühlt, weh tut oder bellt. Sein kurzes Fell ist eine Flusenfalle, und die Falten sind ein Mikrokosmos, der kontrolliert werden muss. Bei der Mops-Pflege geht es darum, Entzündungen vorzubeugen, die Hygiene zu kontrollieren und für den Komfort zu sorgen, den dieses niedliche, immer lächelnde Hündchen zwar nicht verlangt, aber definitiv verdient hat.
Im V.O.G DOG SALON wissen wir das. Wir arbeiten mit Möpsen nicht nur als „Kurzhaarige“, sondern als besondere Kunden. Und deshalb fühlt sich Ihr Mops nach einem Besuch bei uns auch so viel besser.