Japanische Hunderassen haben die Welt schon lange mit ihrem ungewöhnlichen Aussehen, ihrem eigenwilligen Charakter und ihrer besonderen Ausstrahlung erobert. Viele von ihnen blicken auf eine sehr lange Geschichte zurück und wurden jahrhundertelang zur Jagd, zum Schutz oder als Begleiter des Menschen in den Bergregionen Japans eingesetzt.
Heute sind japanische Hunde weit über die Grenzen ihres Landes hinaus beliebt, doch die meisten von ihnen haben einen nicht ganz einfachen Charakter und unterscheiden sich stark von den üblichen europäischen Rassen.
Akita-Inu
Der Akita-Inu ist eine der weltweit bekanntesten japanischen Rassen. Gerade dieser Hund wurde zum Symbol der Treue, nachdem der legendäre Hachiko jahrelang am Bahnhof auf seinen Besitzer gewartet hatte – sogar noch nach dessen Tod.
Es sind große, schöne und sehr stolze Hunde mit einem ruhigen Wesen. Akitas mögen keinen übermäßigen Lärm und zeigen ihre Gefühle selten so offen wie viele andere Rassen. Sie binden sich stark an ihre Familie, bleiben aber gleichzeitig unabhängig und eigensinnig.
Ein Akita-Inu braucht Respekt und eine richtige Erziehung. Das ist kein Hund, der jeden Befehl bedingungslos befolgt. Gerade wegen seines Charakters eignet sich die Rasse eher für ruhige und erfahrene Besitzer.
Shiba-Inu
Der Shiba Inu ist dank seiner lustigen Mimik und seiner „lächelnden“ Schnauze zu einem echten Star im Internet und in den sozialen Netzwerken geworden. Doch hinter dem niedlichen Äußeren verbirgt sich ein sehr schlauer und eigenständiger Hund. Shibas sind zwar klein, haben aber einen starken Charakter und verhalten sich oft so, als würden sie selbst entscheiden, was sie tun. Sie sind sehr intelligent, neugierig und lieben ihre Freiheit. Viele Besitzer scherzen, dass der Shiba Inu eher einer Katze als einem Hund ähnelt.
Diese Rasse ist bekannt für ihre Sauberkeit und ihre Liebe zur Ordnung. Shibas meiden oft den Dreck und können stundenlang ihr Fell lecken, genau wie Katzen. Aber wegen ihrer Sturheit und Unabhängigkeit sind sie nicht immer leicht zu erziehen.
Hokkaido
Der Hokkaido ist eine der ältesten japanischen Rassen, die vor vielen Jahrhunderten auf der Insel Hokkaido entstanden ist. Diese Hunde wurden für die Jagd unter rauen Wetterbedingungen eingesetzt, daher sind sie sehr ausdauernd und kräftig.
Hokkaido-Hunde haben ein dichtes Fell, kommen gut mit Kälte zurecht und sind für ihre Tapferkeit bekannt. Früher halfen sie den Menschen sogar bei der Jagd auf Großwild. Trotz ihres ruhigen Auftretens sind es sehr aufmerksame und ernste Hunde. Sie binden sich stark an ihren Besitzer, können aber gegenüber Fremden misstrauisch sein. Außerhalb Japans ist diese Rasse ziemlich selten anzutreffen, weshalb viele Menschen gar nicht wissen, dass es sie überhaupt gibt.
Japanischer Hin
Der japanische Hin unterscheidet sich stark von den meisten japanischen Rassen. Während Akita oder Hokkaido für die Jagd und den Schutz gezüchtet wurden, war der Hin jahrhundertelang der Hund des japanischen Adels.
Es ist ein kleiner Zierhund mit sehr zartem Aussehen und ruhigem Charakter. Japanische Hin lieben Aufmerksamkeit, Komfort und das Leben in der Nähe von Menschen. Sie fühlen sich in der Wohnung wohl und wählen oft einen Hauptbesitzer aus, an den sie sich am stärksten binden.
Interessanterweise haben japanische Hinu sehr ungewöhnliche Bewegungen und Verhaltensweisen. Viele Besitzer vergleichen sie wegen ihrer Vorliebe fürs Klettern auf Möbeln, ihrer Sauberkeit und ihrer Unabhängigkeit mit Katzen.
Fazit
Japanische Hunderassen unterscheiden sich in ihrem Charakter und Verhalten stark von vielen europäischen Hunden. Sie sind oft unabhängiger, zurückhaltender und eigensinniger, aber genau das macht sie so besonders.
Bevor du dich für eine japanische Rasse entscheidest, solltest du wissen, dass die meisten von ihnen Geduld, die richtige Erziehung und Respekt vor ihrem Charakter brauchen. Aber für Menschen, die charismatische und ungewöhnliche Hunde schätzen, werden japanische Rassen zu echten Lieblingen fürs ganze Leben.



