Frankreich wird schon lange nicht nur mit Mode, Croissants und dem Eiffelturm in Verbindung gebracht, sondern auch mit sehr bekannten Hunderassen. Interessanterweise sind französische Hunde untereinander überhaupt nicht ähnlich. Die einen wurden für die Jagd in Sümpfen und Wäldern gezüchtet, andere für Adlige, und manche sind sogar zu Stars in Stadtwohnungen und auf Instagram geworden.
Gerade französische Rassen vereinen oft eine seltsame Mischung aus Charisma, Sturheit, Emotionalität und Charme, weshalb man sie entweder liebt oder überhaupt nicht versteht.
Die Französische Bulldogge – ein Hund, der die ganze Welt erobert hat
Es ist schwer, eine Rasse zu finden, die beliebter ist als die Französische Bulldogge. Heute holen sie sich Blogger, Prominente, junge Familien und Leute, die vorher gar nicht vorhatten, einen Hund zu haben.
Und das ist kein Wunder. Französische Bulldoggen haben eine sehr „menschliche“ Mimik. Sie können innerhalb von Sekunden gekränkt, überrascht, glücklich oder total dramatisch wirken. Deshalb sagen viele Besitzer, dass sie nicht mit einem Hund zusammenleben, sondern mit einem kleinen, schrulligen Freund.
Doch hinter dem lustigen Aussehen verbirgt sich eine ziemlich anspruchsvolle Rasse. Franzosen sind stur, emotional und oft furchtbar eifersüchtig, wenn es um die Aufmerksamkeit ihres Besitzers geht. Sie bleiben nicht gern allein und können buchstäblich wie ein Hündchen hinter dir herlaufen. Außerdem ist diese Rasse bekannt für ihr Schnarchen, ihre seltsamen Geräusche und ihre Vorliebe dafür, in den unbequemsten Positionen zu schlafen.

Der Pudel – einer der intelligentesten Hunde der Welt
Viele Leute halten Pudel immer noch fälschlicherweise für „glamouröse“ Zierhunde. In Wirklichkeit handelt es sich aber um eine sehr alte französische Rasse mit hohem Intellekt und einer Vergangenheit als Jagdhund.
Früher wurden Pudel für die Jagd auf Wasservögel eingesetzt. Genau deshalb können sie so gut schwimmen und haben ein dichtes, lockiges Fell, das ihnen half, sich vor dem kalten Wasser zu schützen.
Pudel lernen sehr schnell und begreifen neue Befehle buchstäblich im Handumdrehen. Aber es gibt da eine kleine Besonderheit – sie spüren die Schwäche ihres Besitzers sehr gut. Wenn der Hund merkt, dass er einen Menschen manipulieren kann, wird er das definitiv ausnutzen.
Eine weitere Besonderheit der Pudel ist ihre Emotionalität. Sie reagieren sehr feinfühlig auf die Stimmung ihres Besitzers und kommen mit einer angespannten Atmosphäre im Haus nur schwer zurecht.
Der Bichon Frisé – ein lebhaftes Wölkchen mit Charakter
Auf den ersten Blick wirkt der Bichon Frisé wie ein perfekter Plüschhund, der nichts anderes tut, als schön auf dem Arm zu sitzen. Aber im echten Leben ist er ein kleines Energiebündel.
Bichons lieben es, im Mittelpunkt zu stehen. Wenn Gäste zu Besuch sind, kommt der Hund auf jeden Fall vorbei, um sich vorzustellen, sich zu präsentieren und Komplimente einzufordern. Diese Rasse ist sehr gesellig und kommt mit Einsamkeit nur schwer zurecht.
Interessanterweise benehmen sich Bichons oft wie echte Schauspieler. Sie können Leute absichtlich zum Lachen bringen, um Aufmerksamkeit betteln oder sich sogar „beleidigt“ zeigen, wenn man sie ignoriert.
Außerdem braucht die Rasse eine intensive Fellpflege. Ohne regelmäßiges Bürsten verwandelt sich das flauschige weiße Fell schnell in Verfilzungen.
Die Bordeaux-Dogge – ein französischer Riese mit traurigem Blick
Die Bordeauxdogge sieht aus, als würde sie ständig über etwas sehr Ernstes nachdenken. Sie ist eine der ältesten französischen Rassen, die früher zum Schutz, für schwere Arbeit und sogar im Kampf eingesetzt wurde.
Trotz ihres furchteinflößenden Aussehens sind Bordeauxdoggen zu Hause oft sehr ruhig und ausgeglichen. Sie mögen keinen unnötigen Trubel und verhalten sich meist würdevoll und träge. Aber wenn der Hund eine Bedrohung für seine Familie spürt – dann reagiert er sofort.
Diese Rasse hat eine lustige Eigenart: Sie sabbern furchtbar. Besitzer von Bordeaux-Doggen scherzen, dass ein Sabbertuch im Haus genauso wichtig wird wie Schlüssel oder das Handy.
Der Papillon – ein kleiner Hund mit riesigem Selbstbewusstsein
Papillons haben ihren Namen wegen ihrer großen Ohren bekommen, die an Schmetterlingsflügel erinnern. Aber lass dich von der geringen Größe nicht täuschen – dieser Hund hält sich überhaupt nicht für klein.
Papillons sind sehr intelligent, aktiv und unglaublich selbstbewusst. Sie können furchtlos Hunde anbellen, die um ein Vielfaches größer sind als sie selbst, und benehmen sich, als hätten sie alles um sich herum im Griff.
Das ist eine dieser Rassen, die ständig auf der Suche nach Abenteuern ist. Papillons lieben Spiele, Bewegung und neue Eindrücke. Dabei hängen sie sehr stark an Menschen und lieben Aufmerksamkeit.
Interessanterweise sieht man gerade Papillons oft auf alten französischen Gemälden neben Königen und Adligen.
Warum sind französische Rassen so beliebt geworden?
Französische Hunde sind selten „neutral“. Sie haben fast immer einen ausgeprägten Charakter, sind sehr emotional und haben jede Menge seltsamer Macken – weshalb sich ihre Besitzer entweder für immer in sie verlieben oder diese Erfahrung nie wieder machen wollen.
Viele französische Rassen sind sehr menschenbezogen. Sie lieben es, Teil des Lebens ihres Besitzers zu sein, an allem teilzunehmen, was zu Hause passiert, und ständig Aufmerksamkeit einzufordern. Genau deshalb werden sie oft nicht einfach nur als Haustiere, sondern als echte Begleiter bezeichnet.
Und das Wichtigste ist wohl: Französische Hunde haben fast immer ihre eigene „Persönlichkeit“. Mit ihnen wird es selten langweilig.




