Es ist praktisch unmöglich, die schönste Katze der Welt zu bestimmen – das ist Geschmackssache. Doch internationale Katzenverbände, Beliebtheitsrankings und Ausstellungsergebnisse lassen Rassen erkennen, die durchweg als Maßstab für katzenhafte Schönheit gelten. In solchen Listen tauchen regelmäßig die Maine-Coon, die Ragdoll, die Perserkatze, die Britisch Kurzhaar und die Bengalkatze auf.
Wir haben die gängigsten internationalen Rankings analysiert und drei Rassen ausgewählt, die am häufigsten als die schönsten der Welt bezeichnet werden.

1. Die Bengalkatze
Wenn es eine Rasse gibt, die am häufigsten in den weltweiten Rankings der schönsten Katzen auftaucht, dann ist es die Bengalkatze. Ihr Aussehen ist so ungewöhnlich, dass viele Leute, wenn sie so eine Katze zum ersten Mal sehen, denken, sie hätten es mit einem kleinen wilden Raubtier zu tun.
Das Besondere an der Bengalkatze ist ihr Fell. Große, kontrastreiche Flecken oder Rosetten erinnern an das Muster eines Leoparden, und bei manchen Vertretern der Rasse hat das Fell einen besonderen goldenen Schimmer, den Züchter als „Glitzer“ bezeichnen. Im Sonnenlicht sieht es so aus, als wäre das Fell mit winzigen Glitzerpartikeln übersät.
Trotz ihres wilden Aussehens sind Bengalkatzen sehr intelligent und äußerst neugierig. Sie lernen schnell, Türen zu öffnen, merken sich Hausregeln im Handumdrehen und können sogar einfache Kommandos beherrschen. Außerdem ist diese Rasse für ihre ungewöhnliche Liebe zum Wasser bekannt – viele Bengalkatzen spielen gerne mit dem Wasserstrahl aus dem Wasserhahn oder versuchen, in die Badewanne zu klettern.
Gerade diese Kombination aus exotischem Aussehen und hoher Intelligenz hat die Bengalkatze zu einem der Hauptstars internationaler Ausstellungen gemacht.

2. Maine-Coon
Die Maine-Coon wird wegen ihrer unglaublichen Größe oft zum Star von Fotos in den sozialen Netzwerken. Manche erwachsenen Katzen erreichen zusammen mit dem Schwanz eine Länge von über einem Meter, und ihre Ohrbüschel sowie ihr dichtes Fell lassen sie einem Luchs ähneln. Es gibt sogar eine alte Legende, wonach Maine-Coons aus einer Kreuzung zwischen einer Katze und einem Waschbären entstanden seien. Das ist natürlich aus biologischer Sicht unmöglich, aber genau diese Geschichte erklärt zum Teil die Herkunft des Rassennamens (Maine Coon – „Waschbär aus Maine“).
Trotz ihrer beachtlichen Größe haben diese Katzen ein überraschend sanftes Wesen. Man nennt sie oft „sanfte Riesen“, denn sie verstehen sich gut mit Kindern und anderen Tieren und zeigen selten Aggressionen. Gleichzeitig sind Maine-Coon-Katzen aktive Jäger und lieben abwechslungsreiche Spiele.
Eine weitere Besonderheit dieser Rasse ist ihre ungewöhnliche Stimme. Im Gegensatz zum üblichen Miauen geben Maine-Coon-Katzen oft leise, schnurrende Triller von sich, die eher an Vogelgesang erinnern.

3. Ragdoll
Ragdolls werden oft als die zärtlichste Rasse der Welt bezeichnet. Das liegt an ihren großen, strahlend blauen Augen, ihrem langen, seidigen Fell und ihrem besonderen Charakter.
Der Name der Rasse lässt sich mit „Stoffpuppe“ übersetzen. Er entstand aufgrund einer erstaunlichen Eigenschaft dieser Katzen: Wenn man sie auf den Arm nimmt, entspannen sie oft ihre Muskeln vollständig und „verfließen“ buchstäblich in den Armen ihres Besitzers.
Ragdolls sind sehr gesellig und bleiben nicht gern lange allein. Sie folgen ihrem Besitzer oft durch die Wohnung, begrüßen ihn an der Tür und können stundenlang neben ihm liegen, wenn er sich ausruht. Wegen ihrer Treue werden sie manchmal sogar mit Hunden verglichen.
Das Besondere an dieser Rasse ist der Kontrast zwischen dem hellen Fell und den dunkleren Bereichen an Schnauze, Pfoten, Schwanz und Ohren. Außerdem kommen alle Ragdoll-Kätzchen zunächst komplett weiß zur Welt, und ihr charakteristisches Fellmuster entwickelt sich erst nach und nach in den ersten Lebensmonaten.
Welche Rasse ist also die schönste?
Eine eindeutige Antwort gibt es nicht. Manche schwärmen von der wilden Anmut der Bengalkatze, andere lieben die majestätische Maine-Coon, und für wieder andere ist die zarte Ragdoll mit ihren himmelblauen Augen der Inbegriff katzenhafter Schönheit.
Interessanterweise sind sich die meisten Katzenfachleute einig: Das Aussehen ist nur ein Teil des Charmes eines Haustieres. Die wahre Schönheit einer Katze entsteht durch ihren Charakter, ihre Gewohnheiten und die besondere Bindung zum Menschen. Genau deshalb ist für ihren Besitzer fast immer nicht der Champion internationaler Ausstellungen der Schönste der Welt, sondern jener schwanzige Freund, der ihn jeden Tag zu Hause erwartet.
