Kiew – eine Stadt, in der Hunde schon lange nicht mehr nur Haustiere sind, sondern vollwertige Familienmitglieder. Die Vierbeiner werden mit ins Café genommen, auf Spaziergänge im Park, auf Reisen und sogar mit zur Arbeit. Allerdings beeinflussen der Rhythmus der Großstadt, das Leben in einer Wohnung und ein voller Terminkalender die Wahl der Rasse erheblich.

Es gibt kein offizielles, öffentliches Rassenranking, das sich speziell an der Anzahl der Hunde in Kiew orientiert. Aber die landesweiten Trends, die Daten des Kynologenverbands der Ukraine und die Erfahrungen der Kiewer Tierhandlungen lassen klare Favoriten erkennen. Heute entscheiden sich die Stadtbewohner meist für kompakte Begleithunde, die sich leicht an das Leben in der Wohnung und den städtischen Lebensstil anpassen. Im Jahr 2026 wird der Pomeranian laut dem Kynologischen Verband der Ukraine als beliebteste Hunderasse in der Ukraine genannt.

Wir erzählen dir, welche Hunde man auf den Straßen der Hauptstadt am häufigsten sieht und was zukünftige Besitzer wissen sollten.

Pomeranian

Klein, flauschig und unglaublich fotogen – der Pomeranian fühlt sich in der Wohnung pudelwohl und steht schnell im Mittelpunkt der ganzen Familie. Er ist ein aktiver, kluger und emotionaler Hund, der gerne in der Nähe seines Besitzers ist.

Hinter dem prächtigen Fell des Spitzes verbirgt sich ein dichtes Doppelfell, das regelmäßig ausgebürstet werden muss. Man darf es nicht unnötig kurz scheren: Falsche Pflege kann den Zustand des Fells verschlechtern. Besonders wichtig ist es, die Bereiche hinter den Ohren, an den Pfoten und unter dem Halsband gründlich zu entwirren, da sich dort am häufigsten Verfilzungen bilden.

Malteser

Der schneeweiße Malteser ist nach wie vor eine der beliebtesten Zierhunderassen in Kiew. Er ist kompakt, sanftmütig, menschenbezogen und passt sich gut an das Leben auch in einer kleinen Wohnung an.

Das lange, helle Fell des Maltesers braucht regelmäßige Pflege. Ohne regelmäßiges Kämmen verfilzt es schnell, und um die Augen herum können deutliche Tränenspuren entstehen. Viele Besitzer entscheiden sich für ihre Lieblinge für praktische, kürzere Haarschnitte, die im Alltag dabei helfen, ein gepflegtes Aussehen zu bewahren.

Pudel

Toy- und Zwergpudel sind zu echten Lieblingen städtischer Familien geworden. Sie sind intelligent, kontaktfreudig, energiegeladen und leicht zu erziehen. Ein Pudel kann ein wunderbarer Begleiter für aktive Menschen, Familien mit Kindern oder Besitzer sein, die viel mit ihrem Hund interagieren möchten.

Das lockige Fell fällt fast gar nicht von selbst aus, aber das heißt nicht, dass es keine Pflege braucht. Es wächst ständig, verfilzt leicht zu dichten Knoten und muss regelmäßig gekämmt und geschoren werden.

Maltipoo

Der Maltipoo ist keine eigenständige, von der Föderation für Internationale Kynologie (FCI) anerkannte Rasse, sondern eine Designer-Mischung aus Malteser und Pudel. Dennoch gehören gerade diese Hunde in den letzten Jahren zu den auffälligsten in Kiew.

Ihre Besitzer schätzen ihre geringe Größe, ihr markantes Aussehen und ihren geselligen Charakter. Gleichzeitig können Aussehen, Größe, Fellart und Temperament eines Maltipus je nach vererbten Merkmalen variieren. Ihr weiches, gewelltes oder lockiges Fell neigt dazu, sich zu verfilzen, daher solltest du dein Welpen schon ab den ersten Monaten an das Bürsten gewöhnen.

Yorkshire Terrier

Yorks sind schon seit vielen Jahren ein Klassiker des Stadtlebens. Sie sind klein, mutig, aktiv und von ihrem Charakter her deutlich ernster, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Das Fell des Yorkshire-Terriers ähnelt in seiner Struktur dem menschlichen Haar und wächst ständig nach. Es muss je nach Zustand gewaschen, gekämmt und regelmäßig in Form gebracht werden. Langes Fell kann man für den Ausstellungslook beibehalten oder sich für eine praktischere Kurzhaarschnitt-Variante entscheiden.

Französische Bulldogge

Die Französische Bulldogge besticht durch ihre Ausstrahlung, ihre lustigen Gesichtsausdrücke und ihre starke Bindung zu Menschen. Sie braucht keine aufwendige Fellpflege, hat eine für die Wohnung praktische Größe und möchte meist gerne in der Nähe ihrer Familie sein.

Doch diese äußerliche Anspruchslosigkeit bedeutet nicht, dass sie gar keine Pflege brauchen. Man muss auf die Sauberkeit der Falten im Gesicht, an den Ohren und an den Krallen sowie auf den Zustand der Haut achten. Aufgrund der Besonderheiten ihres Gesichtsbaus vertragen Französische Bulldoggen Hitze und intensive Belastung nur schwer, daher solltest du im Sommer Spaziergänge in die kühleren Stunden verlegen.

Warum sich die Kiewer häufiger für kleine Hunde entscheiden

Die Beliebtheit kleiner Rassen in der Hauptstadt lässt sich leicht erklären. Mit einem kleinen Hund ist es bequemer, sich in der Stadt fortzubewegen, tierfreundliche Lokale zu besuchen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und zu reisen. Er nimmt weniger Platz in der Wohnung ein und lässt sich in einer Notsituation leichter auf den Arm nehmen.

Doch kleine Größe bedeutet nicht gleich ein einfaches Wesen oder fehlende Bedürfnisse. Ein Spitz kann viel bellen, ein Dackel verlangt viel Bewegung, ein Chihuahua reagiert misstrauisch auf Fremde, und das Fell eines Maltesers oder Maltipoo erfordert deutlich mehr Pflegezeit als das einiger großer Hunde.

So findest du die richtige Rasse für dich

Lass dich nicht nur von trendigen Videos und Fotos leiten. Bevor dein Vierbeiner bei dir einzieht, schätze ehrlich ein:

  • wie viel Zeit du für Spaziergänge und die Erziehung aufbringen kannst;
  • ob du bereit bist, das Fell regelmäßig zu pflegen;
  • wie lange der Hund allein bleiben wird;
  • ob es in der Familie kleine Kinder oder andere Tiere gibt;
  • wie viel Geld du für Futter, tierärztliche Versorgung und notwendige Behandlungen ausgeben kannst;
  • Passt das Temperament der Rasse zu deinem Lebensstil?

Die beste Rasse ist nicht unbedingt die beliebteste. Es ist der Hund, dessen Bedürfnisse mit den Möglichkeiten und dem Lebensrhythmus seines zukünftigen Besitzers übereinstimmen. Und vergiss auch nicht die Mischlinge und die Vierbeiner aus dem Tierheim: Auch unter ihnen findest du vielleicht den perfekten Freund für das Leben in der Großstadt.

Egal, für welche Rasse du dich entscheidest: Liebe, Fürsorge, Erziehung und die richtige Pflege bleiben die wichtigsten Bestandteile eines glücklichen Hundelebens.