Vier Jahre lang hat die Soldatin Geld geschickt, um ihre Katzen zu versorgen. Sie war im Einsatz und vertraute der Person, die sich bereit erklärt hatte, sich um sie zu kümmern. Als sie dann ankam, um der Sache auf den Grund zu gehen, erfuhr sie etwas Schreckliches: Die Katzen waren schon lange tot, und ihre Leichen waren verbrannt worden.

Hinter ihr stehen die Schicksale von Hunderten anderer Tiere. Hunde, Katzen, Pferde, Kühe, Ziegen und Schweine. Spenden von mitfühlenden Menschen. Hilfe, die mit großen Lastwagen hergebracht wurde. Und fast zehn Jahre lang gab es Beschwerden aus dem Dorf Bryhydivka in der Region Winnyzja, wo der Ort namens „Tierheim“ für die Nachbarn zum Synonym für Tierleid geworden war.

Jetzt werden die Tiere von dort weggebracht. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels dauerte die Hilfsaktion bereits über eine Woche, und etwa 70 Hunde warteten noch immer auf ein neues Zuhause.

Hinter den schönen Worten über die Rettung

Die Geschichte begann mit dem Einsammeln von Tieren und Anzeigen, in denen um die Aufnahme im Tierheim gebeten wurde. Tamara Pastuch holte Hunde ab, Leute brachten ihr neue Schützlinge, die Seite in den sozialen Netzwerken wurde immer beliebter. Mit dem Vertrauen wuchsen auch die Zahl der Tiere und der Zustrom an Hilfsgütern.

Nach Schätzungen, die uns aus dem Dorf übermittelt wurden, befanden sich dort zeitweise etwa zweihundert Hunde oder mehr. Dazu kamen noch Katzen und eine ganze Herde von Nutztieren. Es war schwierig, zu Beginn der Rettungsaktion alle genau zu zählen, weil es einfach zu viele waren.

Pastuch erzählte öffentlich, dass sie Hunde von der Straße und aus Gebieten nahe der Front aufnahm und Geld für ihre Versorgung sammelte. Schon damals sprachen die Nachbarn von hungrigen Tieren, obwohl ihr regelmäßig Futter gebracht wurde.

Die Leute halfen, weil sie glaubten, dass sie damit Futter, Sicherheit und Pflege finanzierten. Jede neue Bitte um eine Spende beruhte auf einem einfachen menschlichen Wunsch: dass wenigstens noch ein Tier überleben möge.

Das, womit das Dorf jahrelang gelebt hat

Für uns bei V.O.G DOG hat diese Geschichte eine persönliche Verbindung. Die Eltern der Person, die uns von den Ereignissen erzählt hat, leben in Bryhydivka. Noch vor ein paar Jahren sah sie selbst auf dem Weg zum Teich die Leichen von Hunden in den umliegenden Feldern. Die Spaziergänge mit den Kindern an den Höfen vorbei blieben ihr wegen der offenen Tore und der Hunde in Erinnerung, die auf die Straße liefen.

In den Berichten der Anwohner, die uns übermittelt wurden, wiederholen sich immer wieder dieselben Bilder: tote Hunde und Katzen auf den Straßen, Heulen, nächtliche Schreie von eingesperrtem Vieh. Eine ältere Frau beschrieb die Geräusche der Kühe als Stöhnen.

Als die Leute die Räume betraten, in denen das Vieh gehalten wurde, berichteten sie von Mist, der teilweise bis zu den Knien reichte. Die Tiere wurden in leeren Nachbarhäusern untergebracht. Die Bewohner erzählen von Kühen, die lange Zeit nicht gemolken wurden, und von einer Ziege, die ohne angemessene Aufsicht unter vielen Ziegenböcken gehalten wurde, was zu unkontrollierter Paarung führte.

Hinter diesen Details verbirgt sich der Alltag von Lebewesen, die vollständig vom Menschen abhängig sind. Sie konnten keine Tür öffnen, keinen Napffüllen oder sich selbst einen sicheren Ort suchen.

Die Leute haben sich gemeldet. Die Tiere blieben zurück

Die Dorfbewohner versuchten jahrelang, Hilfe zu bekommen: Sie riefen die Polizei, wandten sich an die lokalen Behörden, die Staatsanwaltschaft und Journalisten. Die Geschichte wurde im Fernsehen gezeigt. Die Nachbarn erklärten immer wieder, was los war, zeigten die Folgen, gingen vor Gericht und warteten auf Maßnahmen.

Auch die Behörden wussten von dem Problem. In einem früheren öffentlichen Beitrag sprach ein Polizeisprecher von drei Anzeigen und der gerichtlichen Prüfung des Falls.

Aber dass kein Platz für zweihundert Hunde da ist, löst nicht das Problem ihrer Fütterung, ihrer Wasserversorgung und ihrer täglichen Versorgung. Während die Gespräche weitergingen, hing das Leben der Tiere davon ab, was hinter dem Tor passierte.

Die Anwohner erinnern sich auch daran, wie ihre Beschwerden als Verleumdung abgetan wurden, während die Besitzerin von Vertretern der lokalen Behörden unterstützt wurde. Sie fragen sich auch, was aus den zahlreichen Meldungen geworden ist: Warum gab es nach so vielen Anrufen bei der Polizei nur wenige Unterlagen?

Diese Geschichte verlangt nicht nur eine Antwort auf das Verhalten der Besitzerin. Es muss geklärt werden, warum die bereits bekannten Verstöße nicht unterbunden wurden. Der Verdacht auf mögliche Vertuschung und persönliche Interessen von Amtsträgern muss durch Ermittlungen überprüft werden.

Vier Jahre Vertrauen und die Ankunft der Soldatin

Im Mittelpunkt der aktuellen Ereignisse steht eine Soldatin, die Pastukh ihre eigenen Katzen übergeben hat, weil sie sich wegen ihres Dienstes nicht um sie kümmern konnte. Vier Jahre lang hat sie Geld für ihren Unterhalt geschickt.

In einem Bericht, der an V.O.G DOG weitergeleitet wurde, wurde das Vertrauen dieser Frau für Pastuch zu einem zusätzlichen Argument im Gespräch mit Spendern: Selbst Soldaten vertrauen ihr. Später kam es zwischen ihnen zu einem Konflikt wegen Veröffentlichungen in den sozialen Netzwerken. Vor dem Hintergrund langjähriger Beschwerden beschloss die Soldatin zusammen mit Freiwilligen, vorbeizukommen und sich alles persönlich anzusehen.

Während der Aufklärung der Umstände, so wurde uns berichtet, gab Pastuch selbst zu, dass die Katzen verhungert waren und ihre Leichen verbrannt worden waren. Das heißt, die Frau hat die ganze Zeit vielleicht dort geholfen, wo ihre Tiere schon lange nicht mehr waren.

In derselben Schilderung der Ereignisse wird auch von einem Messerangriff berichtet: Pastuch stach der Soldatin in den Bauch, doch das feste postoperative Mieder hielt die Klinge auf. Die Klinge beschädigte das Korsett und drang bis zur Haut vor, wobei sie einen Kratzer hinterließ. Nach dem Konflikt verließ Pastuch den Tatort. Die Umstände des Angriffs sowie die Informationen zu ihrer Fahndung und den Verdachtsmomenten müssen noch offiziell bestätigt werden.

Der Besuch, der eigentlich helfen sollte, das Schicksal der Tiere aufzuklären, wurde zu einer Gefahr für die Frau, die dieses „Tierheim“ jahrelang aufrechterhalten hatte.

Wo sind die Hilfsgüter und die Tiere geblieben?

Die Anwohner vermuten, dass ein Teil des angelieferten Futters weiterverkauft wurde. Sie beschreiben, wie nach großen Lieferungen andere Autos kamen und die Hilfsgüter abtransportierten.

Besonders schmerzlich sind die Berichte über Tierkadaver in einem Brunnen, in den Tamara die toten Hunde geworfen hat. Eine Untersuchung des Brunnens steht noch aus; was genau sich dort befindet, sollen Experten klären.

Unbekannt bleibt auch das Schicksal der Rassehunde, die nach unseren Informationen bereits vor den aktuellen Ereignissen abtransportiert wurden. Die Leute befürchten, dass so ein Ort auch anderswo entstehen könnte. Genau deshalb ist es wichtig herauszufinden, wo diese Tiere gelandet sind, und sie nicht aus den Augen zu verlieren.

Diejenigen, die noch warten

In Brygidivka laufen derzeit täglich Rettungsmaßnahmen. Hunde und Katzen werden an andere Tierheime und engagierte Menschen weitergegeben. Kühe, Pferde und Ziegen werden mit schriftlichen Verpflichtungen vermittelt, sich um sie zu kümmern und sie nicht zum Schlachter zu geben.

UAnimals berichtete außerdem, dass 14 Hunde in eine Tierklinik gebracht und ihre Behandlung bezahlt wurden.

Es wurde viel Futter auf das Gelände gebracht. Um die Tiere kümmern sich derzeit engagierte Menschen und Soldaten; außerdem gibt es rechtliche Unterstützung, die dabei hilft, die Maßnahmen und die Übergabe der Tiere ordnungsgemäß abzuwickeln.

Nach dem letzten Update, das wir am 6. September erhalten haben, hatten sich die Hunde nach etwa einer Woche schon etwas erholt. Etwa 70 waren noch vor Ort. Hinter jeder Zahl steht ein lebendes Tier, das ein sicheres Zuhause, Pflege und einen Menschen an seiner Seite braucht.

Damit sich diese Geschichte nicht wiederholt

Wir veröffentlichen diesen Beitrag, um Aufmerksamkeit zu erregen, damit die Rettungsaktion erfolgreich zu Ende gebracht werden kann. Auch nachdem der letzte Hund aus dem Gelände gebracht wurde, ist Aufmerksamkeit gefragt: Es ist wichtig, das Schicksal der Tiere und die Ergebnisse der Ermittlungen zu erfahren.

Wenn du ein Tier in ein Tierheim gibst, überprüfe die Bedingungen. Komm persönlich vorbei oder bitte jemanden, dem du vertraust. Erkundige dich nach dem weiteren Schicksal deines Lieblingstiers, bitte um aktuelle Fotos und Videos und achte auf die Berichterstattung. Eine beliebte Seite und rührende Beiträge garantieren noch lange keine gute Betreuung.

Wenn Tiere in deiner Nähe leiden, lass die Menschen, die versuchen, ihnen zu helfen, nicht allein mit dem Problem. Halte fest, was du siehst, wende dich an die Polizei und Tierschützer, speichere die Antworten und teile verifizierte Informationen.

„Brigidivka“ hat gezeigt, wie lange das Leiden andauern kann, selbst wenn öffentlich darüber gesprochen wird. Heute haben die Überlebenden eine Chance bekommen. Es hängt von unserem Engagement ab, ob dies der Beginn eines neuen Lebens wird.

Soldaten, ihr habt wieder einmal bewiesen: Dort, wo man jahrelang die Hände in den Schoß legt und die Augen verschließt, findet ihr die Kraft, hinzukommen und zu helfen. Wir danken euch, den Freiwilligen und den engagierten Dorfbewohnern für jedes gerettete Leben. Jetzt ist es unsere gemeinsame Aufgabe, diese Rettungsaktion zu Ende zu bringen.

Der Artikel basiert auf persönlichen Beobachtungen eines Augenzeugen, von ihm weitergegebenen Berichten der Bewohner über die Ereignisse sowie öffentlich zugänglichen Veröffentlichungen. Die Angaben zum Verlauf der Rettungsaktion entsprechen dem Stand vom 6. September 2026.

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