Krankheiten, die vom Haustier auf den Menschen übertragen werden, sind in der heutigen Welt ein recht weit verbreitetes Phänomen. Junge Mütter lassen ihre Kleinen oft einfach nur einen Hund oder eine Katze streicheln, andere Mütter bringen ihren Kindern bei, dass man sich einem fremden Hund nicht nähern darf – egal, ob er sauber oder schmutzig ist, ob es ein Mischling oder eine bestimmte Rasse ist –, doch die Kinder hören nicht darauf. Kleinkinder – und oft auch ältere Kinder und Erwachsene – erlauben sich sogar, einen Hund zu küssen, ohne sich überhaupt Gedanken über die Folgen zu machen. Kinder hören nicht auf ihre Eltern und deren Ratschläge, die oft sehr wichtig sind, und setzen damit ihr Leben und ihre Gesundheit aufs Spiel. Für ein Kind ist „Schwänzchen“ oder „Flauschige Mieze“ einfach Freude, Vergnügen, ein treuer Freund und einfach nur ein „kleiner Moment“ , um zu spielen. Leider sind diese Risiken sehr groß, denn Krankheiten, die von Hunden übertragen werden, sind für den Menschen oft lebensbedrohlich. Das Thema unseres heutigen Gesprächs lautet: Mit welchen Krankheiten kann man sich bei Hunden anstecken und wie kann man sich vor einer Infektion schützen?

Warum lieben Menschen Katzen und Hunde so sehr?

Haustiere sind in der Ukraine schon lange Teil der Familie. Man kann das schon als „ukrainische Tradition“ bezeichnen. Frag doch mal einen beliebigen Passanten in deiner Stadt, ob er eine Katze oder einen Hund hat. Und viele werden dir antworten: „Sowohl eine Katze als auch einen Hund.“

Einzelnen Menschen helfen sie, die Einsamkeit zu überwinden, genauso wie sie ein Trost für Rentner, für Omas und Opas sind, die oft alleine leben. Für Kinder sind sie ein Trost, und das Kind verbringt viel Zeit damit, mit einer Katze oder einem Hund zu spielen. Was für ein Glück, draußen mit deinem flauschigen Freund Ball zu spielen . Haustiere bedeuten für ein Kind immer Freude, gute Laune, Trost und Spielspaß. Oft wachst du auf und jemand „schnurrt“ dir ins Ohr oder bellt laut „Wuff – wuff“, wenn Gäste, Nachbarn oder Fremde im Hof stehen. Außerdem ist ein Hund ein treuer Freund für viele Jahre und bewacht den Hof. Genau deshalb lieben die Menschen ihre Vierbeiner so sehr.

Infektionen, die vom Hund auf den Menschen übertragen werden


Leider kann die Missachtung von Hygieneregeln beim Kontakt mit Hunden eine Reihe von Krankheiten beim Menschen auslösen. Einige davon sind unten aufgeführt:

Leptospirose

Das Bakterium Leptospira verursacht die Infektionskrankheit Leptospirose. Sobald das Leptospira-Bakterium über den Urin eines Hundes ins Wasser gelangt ist, kann sich jedes andere Tier damit anstecken, da sich dieses Bakterium schnell verbreitet. Wenn ein Mensch mit einem erkrankten Tier in Kontakt kommt und dabei Verletzungen am Körper hat – wie Pickel, Schnitte oder Kratzer –, kann das für ihn fatal sein, denn das Bakterium gelangt schnell über das Blut und die Schleimhäute in den menschlichen Körper. Die Schleimhäute von Nase, Mund und Augen des Menschen sind besonders anfällig für eine Infektion mit Leptospirose.

Die Infektionskrankheit Leptospirose ist leider sehr schwer zu diagnostizieren, da die Symptome dieser Infektion denen anderer Krankheiten sehr ähnlich sind. Im Winter lassen sich die Symptome dieser Infektion leicht mit einer Grippe verwechseln, da die Symptome und der Krankheitsverlauf sehr ähnlich sind. Es ist wichtig, rechtzeitig eine Diagnose zu stellen und bei erstem Verdacht die notwendigen Blutuntersuchungen durchführen zu lassen sowie alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, die dir der Infektiologe empfiehlt. Häufig verläuft die Infektion symptomfrei oder nur leicht, befällt aber Nieren und Leber und kann zu einer infektiösen Meningitis führen.

Wenn du nach dem Kontakt mit einem Hund die unten aufgeführten Symptome feststellst, solltest du dich sofort an einen Infektiologen wenden und keine Zeit verlieren. Symptome der Leptospirose, die du nicht ignorieren solltest: Kopfschmerzen, Fieber, Muskelbeschwerden, gerötete Augen, Hautausschlag am Körper, Durchfall. Leider können Nieren- und Leberschäden sowie eine infektiöse Meningitis bei verspäteter Diagnose und nicht rechtzeitiger Behandlung zu Todesfällen führen.

Tollwut

Tollwut ist eine tödliche Virusinfektion, die den Menschen befällt, nachdem er von einem Tier gebissen wurde. Erreger dieser tödlichen Infektion ist das Virus Neuroryctes rabici. Auf den Straßen der Stadt trifft man oft schmutzige Streuner an; manche von ihnen sind ruhig und ausgeglichen, andere hingegen ziemlich aggressiv, da sie oft hungrig sind. Streuner können mit Tollwut infiziert sein. Du darfst nicht weglaufen, Lärm machen, dich nähern oder einen unbekannten, aggressiven Hund durch irgendwelche Handlungen provozieren. Nach Angriffen und Bissen verbreitet sich die Infektion ziemlich schnell über das Blut und die Schleimhäute. Nach Bissen musst du sofort den Rettungsdienst und Spezialisten aus Tierkliniken, die auf Tollwut spezialisiert sind, alarmieren. Derzeit haben Menschen, die in der Ukraine von Angriffen und Bissen solcher Hunde betroffen sind, die Möglichkeit, kostenlose medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die wichtigsten Anzeichen für Tollwut, die man nicht ignorieren sollte, sind die Prodromalphase, die akute Phase und die Endphase. Die Prodromalphase ist gekennzeichnet durch Fieber, allgemeine Schwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie Schmerzen, Brennen und Juckreiz an der Bissstelle. In der akuten Phase treten bei der betroffenen Person Hydro- und Aerophobie auf, also Angst vor Wasser, Wind und Luft. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für Halluzinationen, gefolgt von Speichelfluss, Krämpfen, Lähmungen und oft einem Koma. Bei verspäteter Diagnose und Behandlung tritt die terminale Phase ein. In der terminalen Phase kommt es zu Lähmungen, Atemstillstand, Herzstillstand und schließlich zum Tod des Betroffenen.

Salmonellose

Eine akute Darmerkrankung, nämlich die Salmonellose, entsteht durch eine Infektion mit dem Bakterium Salmonella. Meistens stecken sich gerade Tierhalter bei der regelmäßigen Reinigung der Tierunterkünfte damit an. Die richtige Reinigung erfordert die Verwendung aller Hygienemittel – für eine erfolgreiche Reinigung, die Sauberkeit des Platzes für dein Haustier und zu deiner eigenen Sicherheit. Besitzer sollten die Toiletten und Schlafplätze ihrer Hunde im Freien immer mit Hygienehandschuhen und einer Maske reinigen und die Hundehütte sowie die Fressnäpfe mit klarem Wasser unter Zugabe von Desinfektions- und Reinigungsmitteln waschen. Alle für den Hund notwendigen Gegenstände müssen gründlich mit Wasser abgespült werden; Hygieneartikel für die Reinigung sollten Einwegartikel sein, die wir in einem speziell verschlossenen Beutel in den Müll werfen oder verbrennen. Das Salmonellenbakterium ist gegen praktisch alle Antibiotikagruppen resistent, und die Behandlung ist immer langwierig und kostspielig. Zu den Symptomen einer Salmonellose gehören: Fieber, Durchfall und Störungen des Magen-Darm-Trakts; das erste Anzeichen ist ein plötzlicher Anstieg der Körpertemperatur.

 Toxokarose

Toxokarose ist eine parasitäre Erkrankung, die durch Parasiten verursacht wird, die im Darm von Hunden leben und sich dort vermehren. Besitzer, die gerne mit ihrem Hund spielen und ihn streicheln, sowie deren Kinder laufen Gefahr, sich mit dieser parasitären Erkrankung anzustecken. Nach einer Ansteckung treten Hautausschläge am Körper auf, das Gesicht schwillt an und es kommt zu Fieber. Erwachsene und Kinder können bei einer Infektion auch Durchfall, Bauchschmerzen und Blähungen verspüren. Oft treten auch plötzliche Übelkeit und Erbrechen auf. Wenn Larven in die Augen gelangen, rötet sich das betroffene Auge, es treten weiße Flecken auf den Pupillen auf und das Sehvermögen verschlechtert sich drastisch. In manchen Fällen werden auch Symptome einer Schädigung des zentralen Nervensystems diagnostiziert. Diese Infektion erfordert eine sofortige Einweisung ins Krankenhaus und eine qualifizierte Behandlung. Die Behandlung der Toxoplasmose erfolgt in der Regel mit Anthelminthika – Kortikosteroiden, Antihistaminika und Antibiotika. Alle Medikamente werden vom Arzt entsprechend dem Ausmaß der Erkrankung verschrieben.

Vorbeugung gegen Infektions- und Viruserkrankungen durch Hunde und Tipps für Hundebesitzer

Alle, die gerne Straßenhunde füttern und Kontakt zu Tieren auf der Straße haben, sollten die Ratschläge und Anforderungen der Tierärzte bezüglich der verbindlichen Sicherheitsregeln im Umgang mit Tieren nicht ignorieren. Denk daran, dass Haustiere beim Gassi gehen oft mit Straßenhunden in Kontakt kommen, was ebenfalls eine gewisse Gefahr darstellt, da Infektionen und Viren übertragen werden können. Nach dem Kontakt mit einem Tier solltest du dir unbedingt die Hände mit Seife waschen und unter fließendem Wasser abspülen. Selbst wenn dich ein Tier gebissen hat, aber keine Krankheitsanzeichen vorliegen, solltest du die Bissstelle trotzdem mit fließendem Wasser und Seife abwaschen. Nach einem Biss muss die Wunde mit einer alkoholhaltigen Lösung desinfiziert werden. Der Lebensraum und das Geschirr deines Haustieres sollten regelmäßig mit Desinfektions- und Seifenlösungen gereinigt werden; ebenso muss beim Füttern von Straßenhunden das gesamte Geschirr desinfiziert werden. Beim Aufräumen besteht ein großes Ansteckungsrisiko, wenn man Hundekot ohne spezielle medizinische Handschuhe beseitigt. Es ist verboten, Tiere zu streicheln und sie Wunden oder Kratzer am menschlichen Körper berühren zu lassen, wenn diese offen sind und bluten. Der Kontakt mit kranken Tieren ist verboten, und denk an die jährlichen Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt. Die Einhaltung der Hygieneregeln beim Kontakt mit Tieren ist der Schlüssel zu Leben, Wohlbefinden und Gesundheit des Menschen! WIR WÜNSCHEN EUCH ALLEN GUTE GESUNDHEIT!!!