Die Schokoladen-Yorkie, oder auch die Yorkie-Schokoladenkatze, fällt durch ihr sattbraunes Fell auf, das aussieht, als wäre es mit Kakao gefärbt. Trotz ihres aristokratischen Aussehens begann ihre Geschichte nicht in einer berühmten Zucht, sondern auf einem ganz normalen amerikanischen Bauernhof.

Heute wird oft darüber geschrieben, dass es sich um eine sehr seltene Rasse handelt. Genauer gesagt ist ihr aktueller Status jedoch ungewiss: Es gibt fast keine aktiven Zuchtlinien mehr, und die größten internationalen Katzenverbände erkennen die Rasse nicht an.

Die Herkunft der Chocolate York

Die Geschichte der Rasse begann 1983 auf der Ziegenfarm von Janet Chifari im Bundesstaat New York. Aus der Verbindung ihrer schwarz-weißen Langhaarkatze Blackie und ihres schwarzen Langhaarkaters Smoky ging ein ungewöhnliches Kätzchen mit braunem Fell hervor. Das Kätzchen wurde „Brownie“ – „Braun“ – genannt.

Später bekam Brownie weitere Kätzchen mit ähnlicher Fellfarbe und halblangem Fell. Janet begann gezielt, diese Merkmale zu festigen, und nannte die neue Rasse „York Chocolate“: zu Ehren des Bundesstaates New York und ihres Hauptmerkmals – der schokoladenbraunen Farbe.

Anfang der 1990er Jahre erhielt die Rasse zunächst den experimentellen und später den Champion-Status bei kleinen nordamerikanischen Katzenverbänden. Die CFA, TICA und FIFe haben den Chocolate York jedoch nicht anerkannt. Den verfügbaren historischen Daten zufolge hat die letzte bekannte Züchterin das Zuchtprogramm 2016 eingestellt, daher ist unklar, ob es heute noch reinrassige Exemplare mit nachgewiesener Abstammung gibt.

Wie sieht der Chocolate York aus?

Es ist eine mittelgroße bis große Katze mit einem langgestreckten, kräftigen und gut entwickelten Körper. Sie hat große, leicht nach vorne geneigte Ohren, einen buschigen Schwanz und ovale Augen in Gold-, Nuss- oder Grüntönen.

Das Hauptmerkmal des Yorks ist sein feines, glänzendes und seidiges halblanges Fell. An den Schultern ist er kürzer, wird aber zum Rücken, zu den Seiten und zum Schwanz hin länger. Um den Hals kann sich ein kleiner, flauschiger Kragen bilden.

Die historischen Standards sahen vier Farbvarianten vor:

  • durchgehend schokoladenbraun;
  • einfarbig lila;
  • schokoladenbraun mit Weiß;
  • lila mit Weiß.

Kätzchen konnten heller geboren werden und kaum sichtbare Streifen haben. Die endgültige, intensive Fellfarbe entwickelte sich etwa im Alter von 12 bis 18 Monaten.

Wichtig: Nicht jede braune, flauschige Katze ist eine Schokoladen-York. Die schokoladenbraune Fellfarbe kommt auch bei reinrassigen Hauskatzen vor, und die Zugehörigkeit zur Rasse wird nur durch einen Stammbaum aus registrierten Zuchtlinien bestätigt.

Der Charakter des schokoladenfarbenen Yorks

Yorks wurden als sanfte, neugierige und menschenbezogene Katzen beschrieben. Sie liebten es, bei der Familie zu sein, das Geschehen im Haus zu beobachten und ihre Besitzer an der Tür zu begrüßen. Gleichzeitig hat ihnen ihre bäuerliche Herkunft Aktivität und einen gut entwickelten Jagdinstinkt verliehen.

Das ist keine stille Zierde für das Sofa. So eine Katze braucht Bewegungsspiele, Klettermöglichkeiten, die Chance, die Wohnung zu erkunden und regelmäßig mit Menschen zu interagieren. Den Vertretern dieser Rasse wurde auch eine Vorliebe für Wasser nachgesagt, obwohl diese Eigenschaft – ebenso wie der Charakter im Allgemeinen – bei jedem Tier unterschiedlich sein konnte.

Fellpflege

Das Fell der Schokoladen-Yorkie galt als relativ pflegeleicht, da es eine seidige Struktur hatte und nicht so leicht verfilzte. Trotzdem muss das halblange Fell regelmäßig gekämmt werden, besonders hinter den Ohren, unter den Pfoten, an der Brust und am flauschigen Schwanz.

Regelmäßige Pflege hilft dabei:

  • abgestorbenes Fell zu entfernen;
  • Verfilzungen zu verhindern;
  • die Menge an Haaren zu reduzieren, die die Katze beim Putzen verschluckt;
  • Hautirritationen oder Parasiten rechtzeitig zu erkennen.

Es gibt nicht genügend Informationen über typische Erbkrankheiten des Chocolate York. Das bedeutet nicht, dass die Rasse keine genetischen Probleme hatte: Ihre Population war einfach zu klein, um verlässliche Statistiken zu erhalten. Deshalb solltest du Aussagen über die „außergewöhnlich robuste Gesundheit“ dieser Katze mit Vorsicht genießen.

Kann man heute einen Chocolate York kaufen?

Es ist extrem schwierig, einen echten Schokoladen-York zu finden. Eine Anzeige zum Verkauf eines braunen Langhaarkätzchens bestätigt noch nicht, dass es zu dieser Rasse gehört. Ohne Stammbaum und ohne dokumentierbare Zuchtlinie könnte es sich einfach um eine Hauskatze mit der seltenen schokoladenbraunen Fellfarbe handeln.

Der schokoladenfarbene York bleibt ein interessantes Kapitel in der Geschichte der Felinologie: Eine Rasse, die mit einem einzigen ungewöhnlichen Bauernhofkätzchen begann, erhielt zwar einen eigenen Standard, wurde aber nie wirklich populär. Vielleicht wirkt sie gerade deshalb bis heute so geheimnisvoll – eine schokoladenfarbene Katze, die man heute viel eher auf alten Fotos als in einer echten Zuchtstation antrifft.